Rüdiger

 

Die Ämter wussten von ihm und meinten nicht handeln zu müssen. Ein Leben in den eigenen Fekalien, allein zurück gelassen mit dem einzigen Kontakt zu den Mäusen und Ratten die sich in dem Dreck wohl fühlten. Rudi`s Leben war eines von Vielen in Deutschland, wo der Begriff "Verwahrlosung" eine neue Bedeutung bekommt.

 





 

 

 


Ersteinschätzung (07.02.2013)

Rüdiger scheint keine wirkliche Erziehung genossen zu haben. Er ist Menschen gegenüber sehr freundlich. Andere Hunde verbellt er lieber, Katzen findet er sehr interessant und fahrende Autos jagt er ebenfalls..

Er ist sehr verspielt und aufgeschlossen neuen Situationen gegenüber.
Aber er zeigt ein sehr auffälliges Pinkel- und Saufverhalten, was wohl auf Blasen- und / oder Nierenprobleme zurück zuführen ist.

 

Mit einem Gewicht von 34 kg ist er deutlich zu leicht für seine Größe. Die Rippen, Wirbelsäule und Becken sind sichtbar. Das Fell ist stumpf, struppig und der Hund stinkt elendig.

 

 

1. Bericht

Rudi ist sehr krank. Er leidet unter einer sehr schweren Form einer Blasenentzündung, seine Nierenwerte sind laut kleinem Blutbild sehr auffällig und müssen durch ein großes Blutbild genauer untersucht werden. Er bekommt eine Antibiotikakur und wird danach weiter untersucht.

2. Bericht

Wir konnten die Enzündung in der Blase soweit unter Kontrolle bekommen, allerdings ist laut Ultraschall seine Blasenwand ca. 1 cm dick, was darauf schließen lässt, dass Rüdiger eine sehr lange Zeit bereits damit zutun hatte. Er hat sehr starke Schmerzen in der Blase und muss nach wie vor ständig Wasser lassen. Das große Blutbild ergab, dass seine Nieren bereits versagen. Rudi hat verloren.

R.I.P.

(13.03.2013)

Um 14:35 Uhr ist Rudi von dieser Welt gegangen.


Gestern hatte er bereits aufgehört zu fressen, heute begann das Erbrechen. Sein Kot ist wie Wasser und er ist völlig entkräftet. Die Tierärztin kam Vorort und hat ihn in Würde gehen lassen.

Seine letzte Ruhestätter hat er nun auf dem kleinen Privatfriedhof seiner Pflegestelle. Leider konnten wir ihm nur 5 schöne Wochen geben und ihn vor weiteren Qualen beschützen.

 

Die Tierarztkosten und Kosten für das Spezialfutter belaufen sich auf knapp 500,- €.

 

 

Dank an Rudi`s Paten Sailor Sven für die Beteiligung an der Tierarztrechnung in Höhe von 100,- €.

 


 


 

Mittlerweile ist uns bekannt, wer unser Rüdiger in Wirklichkeit war. Es handelte sich um den 5 jährigen Schäferhund Nero aus 06385 Aken, dessen Fall dem Veterinäramt bereits seit Sept. 2011 bekannt war.

 

 

Am 14.05.2013 ging um 16:55 Uhr für 45 Sekunden ein extrem primitiver Drohanruf mit niveaulosen Beleidigungen von der Vorbesitzerin Anne S. bei unserer 2. Vorsitzenden ein. Das Telefonat wurde vom Kassenwart mitgehört, da das Telefon auf freisprechen eingestellt war.

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